Zersiedelungs­initiative

Mit der Zersiedelungsinitiative wollen die Initianten die Zersiedelung stoppen, indem Bauland nur noch eingezont werden darf, wenn andernorts Bauland gleicher Grösse und vergleichbarer Qualität ausgezont wird.

Ich begrüsse die Initiative. Eine maximale Gesamtfläche der Bauzonen zu definieren macht für mich Sinn angesichts der Tatsache, dass nicht unbegrenzt Boden zur Verfügung steht.

Der heutige Ansatz der stetigen Ausweitung der Bauzonen verschliesst die Augen vor dieser Tatsache, und steht zudem im Widerspruch zu Artikel 104a, Punkt a., der Bundes­verfassung:

[Zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln schafft der Bund Voraussetzungen für] die Sicherung der Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere des Kulturlandes

Wie dies funktionieren soll bei abnehmender landwirtschaftlicher Nutzfläche bei gleichzeitigem Bevölkerungs­wachstum ist mir ein Rätsel.

Fazit: Ich sage Ja zur Zersiedelungs­initiative, da für mich der heutige Ansatz der stetigen Ausweitung der Bauzonen im Widerspruch zur Bundes­verfassung steht.

Update (11. Februar): Die Initiative wurde mit 63.7% abgelehnt.